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Checkout-Seite gestalten

Der Seiten-Editor: Bereiche und Elemente, welche Bausteine es gibt, Formularfelder und Pflichtangaben, AGB- und Widerrufs-Einwilligungen, Feldlayout für B2B und die Preisanzeige mit Ersparnis.

AnleitungenAktualisiert: 12. September 2026

Die Checkout-Seite ist das Design deiner Bezahlseite, unabhängig von Produkt und Preis. Dieselbe Seite kann für beliebig viele Angebote dienen.

Zum Editor kommst du über Design → Checkout-Seiten → Zeile anklicken, oder aus der Liste der Checkout Flows über das Auge-Symbol.

Die Liste „Checkout-Seiten" im Dashboard mit zwei Zeilen: „Designed Checkout Form" mit dem Zusatz „8 Blöcke" und dem Kennzeichen „1 Flow", und „Standard-Checkout" mit „Standardlayout" und „23 Flows". Rechts je Zeile „Zuletzt bearbeitet — vor 7 Min." und ein Menü. Oben ein Suchfeld und ein Filter „Verwendung: alle".
Die Spalte „Verwendet in“ ist die Warnung vor dem Klick: eine Seite, an der 23 Flows hängen, ändert man nicht nebenbei.

Die Liste sagt seit September 2026 dazu, wo eine Seite verwendet wird — wie viele Checkout-Flows sie zeichnen, beim Überfahren mit welchen Namen — wie viele Blöcke sie trägt und wann sie zuletzt bearbeitet wurde. Eine Seite ohne eigenes Layout trägt den Vermerk Standardlayout: Sie verkauft trotzdem, mit dem eingebauten Checkout. Über das Zeilenmenü laufen Einstellungen, Duplizieren, Vorschau und Löschen; löschen geht nicht, solange ein Flow die Seite verwendet, und die Meldung nennt die Flows beim Namen.

Eine Checkout-Seite kann von mehreren Flows verwendet werden. Eine Änderung wirkt dann überall. Für eine Variante nur an einem Angebot: Seite kopieren (Checkout-Seite kopieren) und die Kopie diesem Flow zuordnen.

Die Bereiche der Seite#

Die Seite hat vier Bereiche, in die du Elemente legst:

BereichTypische Verwendung
Top (Oben)Kopfzeile, Logo, Überschrift, Vertrauenszeile
MainKundendaten, Preisoptionen, Zahlung: die eigentliche Bestellstrecke
SideZusammenfassung, Argumente, Testimonials, Garantien
Bottom (Unten)Fußzeile, rechtliche Hinweise

Die beiden Seitenleisten#

Die linke Seitenleiste des Seiten-Editors mit den Reitern „Einfügen" und „Ebenen", darunter die Schaltfläche „Gespeicherte Blöcke", ein Suchfeld „Komponenten durchsuchen" und die Gruppe LAYOUT mit den Einträgen Carousel und Container sowie die Gruppe CONTENT mit Accordion, Button, Divider, Icon, Image, Link, List, Tag, Testimonial, Text und Video — jeder Eintrag mit Symbol, Namen und einer Zeile Beschreibung.
Der Reiter „Einfügen“ ist durchsuchbar, und jede Komponente sagt in einer Zeile, was sie tut — vorher stand das nur im Tooltip.

Links liegen zwei Reiter: Einfügen (durchsuchbar, nach CHECKOUT, FORM, ADVANCED und allgemeinen Blöcken gruppiert) und Ebenen (der Seitenbaum). Rechts erscheinen die Einstellungen des ausgewählten Elements — darüber ein Pfad wie Page › Main › CustomerInfo, über den du zum umschließenden Element springst, und eine Kopfzeile mit Symbol, Name und den Schaltflächen für Sichtbarkeit, Duplizieren und Löschen.

Elemente ziehst du aus dem Reiter Einfügen an die gewünschte Stelle. Auswählen, verschieben, löschen funktioniert wie in einem Baukasten; rechts findest du zum ausgewählten Element die Einstellungen (Abstände, Farben, Rahmen, Ausrichtung, Spaltenbreite).

Farben und Schrift muss eine Seite nicht selbst mitbringen: Sie kommen aus Marke & Design, solange der Schalter „Design des Shops übernehmen" an der Seite aktiviert ist. Was du hier einstellst, gilt nur für diese Seite und gewinnt.

Die Elemente#

Checkout-Elemente#

Diese Bausteine tragen die Funktion der Seite:

ElementWofür
Customer InfoKundendaten und Rechnungsadresse.
Checkout OptionsDie Auswahl zwischen mehreren Preisen, z. B. monatlich oder jährlich → Checkout-Optionen.
Payment InfoZahlungsart und Bezahlfelder.
Total PriceZusammenfassung mit Zwischensumme, Rabatt, Steuer, Gesamtbetrag.
CouponDas Gutscheinfeld („Hast du einen Gutscheincode?").
Bump OfferDas Ankreuzfeld für das Zusatzangebot.
FormFormularfelder und Einwilligungen (siehe unten).
Pricing Options ist ein Überbleibsel aus einer früheren Version. Der Baustein zeigt nichts mehr an und lässt sich von der Seite entfernen; die Auswahl zwischen mehreren Preisen übernimmt heute Checkout Options.
Ohne Customer Info und Payment Info kann niemand kaufen. Wenn du eine Seite von Grund auf baust, fang mit diesen beiden an und ergänze den Rest.

Inhaltselemente#

ElementWofür
TextÜberschriften und Fließtext.
MarkdownLängere formatierte Texte.
ImageBilder, Logo, Produktabbildung.
VideoVideoeinbettung.
TestimonialKundenstimme mit Name und Bild.
ListAufzählungen („Was ist enthalten").
ContainerGruppiert Elemente, für Spalten und Abstände.
DividerTrennlinie.
File ListListe von Dateien.
HTMLEigener HTML-Block, wenn dir sonst etwas fehlt.

Formularfelder und Einwilligungen#

Im Element Form legst du fest, was der Käufer außer den Standardangaben noch ausfüllt oder bestätigt.

Eigene Felder#

Über Feld hinzufügen kommen zusätzliche Felder dazu: Beschriftung, Hilfetext, Pflichtfeld, Spaltenbreite. Die Antworten stehen später im Bestelldetail und stehen auch Webhooks zur Verfügung.

Typische Fälle: Umsatzsteuer-relevante Zusatzangaben, „Wie hast du von uns erfahren?", ein Wunschtermin.

Einwilligungen#

Über Einwilligung hinzufügen nimmst du Zustimmungen in den Checkout auf, etwa AGB und Widerrufsverzicht. Pro Einwilligung wählst du:

EinstellungBedeutung
Explizit (Ankreuzfeld)Der Käufer muss aktiv ein Häkchen setzen.
Implizit (Hinweis ohne Ankreuzfeld)Nur ein Hinweistext.

Vorbereitet sind AGB, Datenschutz, Widerrufsverzicht – Digitale Inhalte, Widerrufsverzicht – Dienstleistung, Unternehmerkauf und NewsletterWiderruf und Rückerstattung.

Beispiel: AGB-Zustimmung einbauen

So sieht der häufigste Fall aus, Schritt für Schritt:

  1. Im Editor das Element Customer Info anklicken.

  2. Rechts unter Einwilligungen auf Einwilligung hinzufügen.

  3. Bei Vorlage den Eintrag AGB wählen. Text, Modus und „Erforderlich“ sind damit schon gesetzt:

    FeldVorbelegung
    Text„Ich akzeptiere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.“
    ModusExplizit (Ankreuzfeld)
    Erforderlichja
  4. Link-Text und Link-URL ergänzen, damit das Wort im Satz auf deine AGB zeigt — etwa AGB und https://deine-domain.de/agb. Ohne Link steht der Satz ohne Beleg da.

  5. Speichern und im Testkauf prüfen, dass das Häkchen erscheint und der Kauf ohne es nicht durchgeht.

Eine neu gebaute Seite hat gar keine Einwilligungen. Die automatische Umstellung im August 2026 hat bestehende Seiten übernommen — wer danach eine Checkout-Seite von Grund auf anlegt oder aus einer Vorlage startet, fängt bei null an. Prüfe an einer neuen Seite ausdrücklich, ob die AGB-Zustimmung da ist; sie fehlt sonst still, und im Testkauf fällt es nur auf, wenn du gezielt danach schaust.
Die AGB-Zustimmung läuft seit August 2026 ebenfalls über die Einwilligungen. Das frühere eigene AGB-Ankreuzfeld am Kundendaten-Element gibt es nicht mehr. Für dich ändert sich an der Seite nichts — dasselbe Häkchen an derselben Stelle mit demselben Text —, aber gespeichert wird jetzt ein Abbild dessen, was der Käufer gesehen hat: Text, Link und Zeitpunkt statt nur „ja". Bestehende Seiten wurden automatisch umgestellt.

Was der Kunde bestätigt hat, wird mit Datum an der Bestellung gespeichert und lässt sich über den Platzhalter consentRecord in die Bestätigungsmail übernehmen → E-Mail-Vorlagen.

Die mitgelieferten Texte sind Vorlagen, keine geprüften Rechtstexte. Weil deine eigenen Dokumente extern verlinkt sind, musst du deren Versionsstand selbst dokumentieren, damit eine Einwilligung nachweisbar bleibt.

Firmenfelder für Geschäftskunden#

Beim Kundendaten-Element gibt es die Option Firmenfelder anzeigen (Firma + USt-IdNr.). Aktiviere sie, wenn du an Unternehmen verkaufst, nur dann kann ein Käufer seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben, und nur dann kann Reverse Charge greifen → Mehrwertsteuer einstellen.

Wie diese Felder präsentiert werden, steuerst du über Feldlayout:

LayoutWas der Käufer sieht
Klassisch (Voreinstellung)Firma und USt-IdNr. stehen einfach über der Adresse, ohne Markierung.
Optionale Felder markierenPflichtfelder tragen ein *, optionale den Zusatz „(optional)".
Ankreuzfeld „Ich kaufe als Unternehmen"Die Firmenfelder erscheinen erst nach dem Häkchen. Die Firma wird dann zur Pflicht, die USt-IdNr. bleibt optional.

Das Ankreuzfeld steht unten im Rechnungsblock, es schiebt also nichts nach unten, was darüber liegt. Ob es von vornherein angehakt ist, stellst du separat ein.

Nimmt der Käufer das Häkchen wieder heraus, werden Firma und USt-IdNr. geleert. Das ist wichtiger, als es klingt: Eine stehen gebliebene USt-IdNr. würde mitgeschickt, geprüft und könnte die Bestellung als Reverse-Charge-Fall ohne Umsatzsteuer abrechnen — bei einem Privatkunden.

Preisanzeige mit Ersparnis#

Beim Preis-Element wählst du unter Preisanzeige, wie ein eingelöster Gutschein dargestellt wird:

ModusAnzeige
Aufschlüsselung (Voreinstellung)Wie bisher: Positionen, Rabatt, Steuer, Summe.
DurchgestrichenDer ursprüngliche Preis steht durchgestrichen neben dem zu zahlenden.
ErsparnisZusätzlich ein Hinweis wie „Du sparst 59,50 € (34 %)".
Der durchgestrichene Preis erscheint nur, wenn auf diesen Warenkorb tatsächlich ein Rabatt angewendet wurde — ein „Statt-Preis" ohne Gutschein lässt sich damit nicht erzeugen, und das ist Absicht. Umsatzsteuer- und Summenzeile bleiben in jedem Modus sichtbar. Bei Abos und Ratenzahlungen bleibt es bei der Aufschlüsselung.

Beschriftung des Bestellbuttons#

Beim Element Payment Info wählst du unter Zahlungseinstellungen, was auf dem Knopf steht, der die Bestellung auslöst. Zur Auswahl stehen:

Beschriftung
Zahlungspflichtig bestellen (Voreinstellung)
Kostenpflichtig bestellen
Zahlungspflichtigen Vertrag schließen
Zahlungspflichtig buchen
Jetzt kaufen

Freier Text ist nicht vorgesehen. § 312j BGB stellt Anforderungen an genau diesen Knopf, und ein Eingabefeld würde Formulierungen zulassen, die sie nicht erfüllen — deshalb eine feste Liste. Welche davon zu deinem Angebot passt, entscheidest du (oder deine Rechtsberatung); wir treffen die Auswahl nicht für dich.

Die Beschriftung gilt für alle Bezahlwege der Seite, auch für den PayPal-Knopf.

Bestehende Checkout-Seiten zeigten früher „Jetzt kaufen“ und tragen seit September 2026 die Voreinstellung Zahlungspflichtig bestellen. Wenn du die alte Beschriftung behalten willst, wähle sie in der Liste ausdrücklich aus.

Ansicht prüfen#

Der Editor hat eine Umschaltung zwischen Desktop- und Mobilansicht. Prüfe beides: Der überwiegende Teil der Käufe passiert am Handy, und lange Seitenspalten sehen dort oft anders aus als gedacht.

Wie die Seite wirklich wirkt, mit echten Preisen, echter Zahlung und echter Bestätigungsmail, zeigt der Testkauf.

Eine fertige Checkout-Seite aus Kundensicht: die Abschnitte Kontaktinformationen (Name, E-Mail), Rechnungsadresse (Adresse, Stadt, PLZ, Land, Bundesland) und Zahlungsinformationen mit den Kacheln Karte, Klarna, SEPA-Lastschrift und iDEAL | Wero, den Kartenfeldern und einer großen Schaltfläche „Jetzt kaufen“ am Ende.
So sieht das Ergebnis für den Kunden aus. Welche Bezahlkacheln erscheinen, kommt aus deinem Stripe-Konto, nicht aus dem Seiten-Editor. Der Knopf trägt hier noch die alte Voreinstellung „Jetzt kaufen“.

Erfolgsseiten#

Die Seite nach dem Kauf gestaltest du unter Design → Erfolgsseiten mit demselben Editor und denselben Inhaltselementen. Im Checkout-Flow wählst du unter Nach dem Kauf aus, ob eine Erfolgsseite gezeigt oder auf eine eigene Adresse weitergeleitet wird.

Fehlerseiten lassen sich nicht gestalten.

Häufige Fragen

Design → Checkout-Seiten → Seite öffnen. Alternativ in der Zeile eines Checkout-Flows über das Auge-Symbol, das ebenfalls in den Editor führt.

Im Editor das Element „Coupon“ aus der Werkzeugleiste in den gewünschten Bereich ziehen. Pro Checkout-Flow lässt sich die Eingabe zusätzlich abschalten.

Im Editor das Element Customer Info anklicken, rechts unter Einwilligungen auf „Einwilligung hinzufügen“ und als Vorlage AGB wählen. Text, Ankreuzfeld und Pflichtstatus sind vorbelegt; ergänze Link-Text und Link-URL, damit der Satz auf deine AGB zeigt. Eine neu gebaute Checkout-Seite hat noch keine Einwilligungen.

Im Editor beim Kundendaten-Element die Option für Firmenfelder (Firma und USt-IdNr.) aktivieren. Damit greift bei bestätigter USt-IdNr. aus dem EU-Ausland auch das Reverse-Charge-Verfahren.

Ja. Im Formular-Element lassen sich zusätzliche Felder anlegen. Die Antworten stehen später bei der Bestellung.

Ja, wenn mehrere Checkout-Flows dieselbe Seite verwenden. Willst du nur ein Angebot ändern, kopiere die Seite zuerst und ordne die Kopie diesem Flow zu.

Frage nicht beantwortet? Schreib uns — deutscher Support, echte Menschen.